Tattooentfernung ohne Laser

Die Epidermis (oberste Hautschicht) wird

  • chemisch,
  • mechanisch,
  • thermisch
oder kombinatorisch entfernt. Die Auslösung und der Verlauf der enttätowierenden Exsudationsphase können chemisch und medikamentös modifiziert werden. In dieser Exsudationsphase gelangen die Farbpartikel der Tätowierung in den Wundschorf.

Die Farbpartikel der Tätowierung werden so nach außen gearbeitet und verlassen die Haut mechanisch oder/und im Wege der Wundheilung über die Kruste, die sich nach zirka drei Tagen bildet. Die oberflächliche Verwundung der Tätowierung lässt sich mechanisch mit einem Diamantschleifer (Dermabrasio), mechanisch-chemisch mit einer modifizierten Tätowiermaschine und einer Agenz (Tattooerase / Kataderm), thermisch per hochfrequentem Feinstrom (Spezial-Kauter) oder per Kälte (Kryochirurgie) erreichen. Chemisch lässt sich auch die oberste Hautschicht abbeizen, hierfür werden oft Salpetersäure oder Zitronensäure benutzt. Aceton erhöht ebenfalls die Permeabilität der Haut.

Das präziseste Arbeiten ermöglicht die unblutige Hochfrequenzbehandlung mit dem Feinstrom-Kauter. Tattooentfernung mit Feinstrom / Hochfrequenz

Das Enttätowieren der Haut ohne Laser gewinnt gegenüber den Laserbehandlung zunehmend an Bedeutung, da die Tattoos mehr und mehr bunt und die Farbstoffe immer lichtstabiler und schwieriger zu lasern werden.

Vorteile
  • Elimination der Farben nach außen
  • alle Farben werden erfasst
  • schmerzarm
  • narbenarm

Nachteile
  • erhöhte Anforderungen (Qualifikation) an den Behandler
  • Wundmanagement wie nach dem Tätowieren